

Raum für Ausdruck und Entfaltung

Keramikobjekte 1995 – 2025
Keramiken bieten die Möglichkeit dem Ton wortwörtlich vieles einzuprägen- was nachher spürbar ist. An Keramik fasziniert mich auch der Prozess, durch welchen die Werke gehen in welchem alle Elemente einbezogen sind. Ton als weiche, feuchte und formbare Erde ist zunächst eng verbunden mit dem Wasser und wandelt sich dann bei seiner Trocknung an der Luft hin zu einem spröden empfindlichen Gebilde um dann durch die Temperatur feuergeboren zu seiner verdichteten Existenz als Keramik zu gelangen und so die Transformation abzuschließen.
Auch die Beschäftigung mit den Metallen ist in der Keramik in der Farbe der Tone und in der Oberflächenbehandlung und den Glasuren verankert.
Ein Werk durch all diese Phasen zu begleiten ist ein besonderer Prozess, welcher gerade in unserer schnelllebigen Zeit einen für mich sehr wohltuenden Gegenpol verschafft- eine kleine Oase des Innehaltens des Verweilens im Jetzt in einem Prozess den man, auch wenn man es noch so sehr will, nicht beschleunigen kann- Ton braucht seine Zeit, um geformt zu werden, um langsam zu trocknen und um gebrannt zu werden. In jeder Keramik ist diese Zeit, die man ihr gewidmet hat, gespeichert, sie trotzt der Schnelllebigkeit wie in kleines Mahnmal der Zeitlosigkeit.

























